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Sauerländer mit der Kutsche nach Paris
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Von Udo Schnücker |
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Arnsberg-Holzen. Der 44-jährige Franz-Josef
Neuhaus aus dem kleinen sauerländischen Dorf Holzen will auf den Spuren des
„Eisernen Gustav“ wandeln und am kommenden Sonntag mit der Einspännerkutsche
vom Berliner Wannsee über Potsdam nach Paris fahren. Was dem „Eisernen Gustav“ als Ur-Berliner nach dem Ersten Weltkrieg weltweiten Ruhm einbrachte, will der Junggeselle aus dem Sauerland mit seinem 13-jährigen Wallach „Werano“ und der Einspännerkutsche wiederholen. Es ist nicht nur Ehrgeiz, der den Landwirt beflügelt, es ist sein Vorhaben, „den zu erwartenden Erlös dem Kinderhilfswerk Dortmund für krebskranke Kinder zu stiften“. Mit der Fahrt vom Wannsee nach Paris betritt der Holzener kein Neuland, bereits 1980 war er mit seiner Pferdekutsche bis nach Frankreich unterwegs. Begleitet wird Franz-Josef Neuhaus von dem Hüstener Rudolf Egelmeier. Der hat die Aufgabe übernommen, die Route bis Paris über die 150 eingeplanten Tagesetappen in einem Pferdetransporter zu begleiten, wenn im Notfall keine passende Bleibe für Kutscher und Pferd gefunden werden kann oder die französischen |
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Als Eiserner Gustav unterwegs: |
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Behörden möglicherweise wegen der Maul- und Klauenseuche Problem bereiten. Über die alte Route des „Eisernen Gustav“ führt der Weg von Berlin über Brandenburg, Magdeburg und Hannover in Richtung Paris. Täglich will Franz-Josef Neuhaus mit seinem „Werano“ etwa 50 Kilometer zurücklegen und auch die Stationen seines Vorbildes „möglichst präzise“ einhalten. Bei seiner Ankunft in Paris will der Sauerländer dem neuen Pariser Bürgermeister Delanoë einen Brief des Arnsberger Bürgermeisters Hans-Josef Vogel überreichen. Bei seiner Rückkehr ist für den Holzener ein Empfang in der historischen Altstadt von Arnsberg geplant. |
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Quelle: Westfalenpost Samstag 19.05.01 |
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Mit der Kutsche von Sauerländer mit „Werano“ nach Frankreich |
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Holzen.
(mahe) |
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Domplatz mit dem Hinterrad der Kutsche
angefahren.“ |
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Franz-Josef Neuhaus und Werano Foto: Ted Jones |
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S Quelle: Wochenanzeiger, Sonntag 20. Mai 2001 |
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„Eiserner Sauerländer“reist auf historischer Route Franz-Josef Neuhaus will mit der Kutsche von Berlin nach Paris fahren |
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Arnsberg/Holzen. Die Kutsche ist poliert, der Hannoveraner Wallach „Werano“ voller Tatendrang: In diesen Tagen startet der Holzener Bauerssohn Franz-Josef Neuhaus seine historische Fahrt von Berlin bis nach Paris. Als „Eiserner Sauerländer“ will er damit auf den Spuren des „Eisernen Gustav“ fahren. Fast alle Vorbereitungen waren schon gemacht, da legte die Maul- und Klauenseuche das ganze Unternehmen vorübergehend an die Kette. Franz-Josef Neuhaus musste den Start seiner Tour verschieben. Jetzt ist es jedoch soweit: Nach der Aufhebung der meisten Sperren auf der Route von Berlin nach Paris kann es endlich losgehen.
Ich habe die Idee zur Fahrt seit zehn Jahren im Kipf und sie immer wieder weiter geplant“, erzählt der Kutscher. Nach konkreten Planungen in den letzten |
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Die Reisegeschwindigkeit von etwa 50 Kilometern am Tag richtet sich natürlich nach Zustand und Verfassung des 13-jährigen Werano.
„Ich will mir mit der Fahrt nicht nur etwas beweisen“, versichert Neuhaus, der auf der Route für einen guten Zweck sammelt. Eingehende Spendengelder auf der Tour sollen der Kinderkrebshilfe Dortmund zur Verfügung gestellt werden. Mit Unterstützung der Stadt Arnsberg fährt Franz-Josef Neuhaus natürlich nicht mit leeren Händen. Ein Schreiben des Bürgermeisters Hans-Josef Vogel und einige Präsente sollen in Paris übergeben werden. Auf seiner Rückfahrt will ihm die Stadt dann einen Empfang in Alt-Arnsberg bereiten. Schon vor zwanzig Jahren trieb es den Holzener umher: Um eine Wette einzulösen reiste er mit 23 Jahren – im Einspänner mit der Familienkutsche – in Richtung französische Grenze. |
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