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Auf dieser Seite können Sie sich einige Beiträge zur ersten Tour einsehen. Leider können wir nicht alle Artikel veröffentlichen, da viele Zeitungsaufschnitte bei einem Brand auf dem Hof Neuhaus vernichtet wurden. Auch auf die Fotos mussten wir leider verzichten, da wir nur Kopien schlechter Qualität vorliegen hatten.

Quelle: Schwelmer Zeitung, Freitag, 8.August 1980

Mit einer „PS“ nach Paris

Über das Gut Döinghausen

Sauerländer spannte auf ungewöhnlicher Fahrt in Schwelm aus

Schwelm. Auf recht ungewöhnliche Weise verbringt Franz-Josef Neuhaus einen Urlaub. Am Montag, 4 August startete er vom elterlichen Hof in Holzen, Kreis Arnsberg, mit seinem alten Pferdewagen und der zehnjährigen Stute Karina zu einer vierwöchigen Fahrt quer durch Deutschland. Als Endziel der Reise ist Paris vorgesehen. Jedoch äußertete sich F.-J. Neuhaus der SZ/WZ gegenüber nicht sehr zuversichtlich hinsichtlich    seiner    Chancen

wegen der Einreisevorschriften für Pferde, die auch eine Quarantäne und eine amtsärztliche Untersuchung vorsehen. Die ihm zur Verfügung stehende Zeit würde dazu kaum ausreichen, befürchtet er. Den Versuch einer Einreise will er aber auf jeden Fall wagen.
Am dritten Tag seiner Reise machte der 23jährige Monteur der Landwirtschaftsbranche auch in Schwelm Station. Auf Gut Döinghausen-Hemte fand er eine Unterkunft für sein Pferd.       

Dort beschlug der Schmid auch gleichzeitig das Roß mit speziellen Hufeisen mit Stollen, die einen griffigeren Halt auf Asphalt ermöglichen. Am Donnerstag brach Franz- Josef Neuhaus von Gut Döinghausen auf und setzte seine Reise fort zu den nächsten Zielen, Aachen und Bonn. In täglichen Etappen von 30 bis 50 Kilometern hofft er, die Reise (wie der Eiserne Gustav) ohne Probleme bewältigen zu können.

 

Quelle:       Mittwoch, 13 August 1980

 

Per Kutsche nach Bonn

 

Bonn. Der Kutscher war glücklich, sein Pferd nervös – im Zentrum der Macht. Eine Wette hat Franz Josef Neuhaus aus Arnsberg im Sauerland dazu veranlaßt, 400 Kilometer über Landstraßen nach Aachen zu kutschieren. Auf seiner Reise ließ er es sich und dem Pferd nicht nehmen, den „Langen Eugen“ zu besuchen. Auch wollte er sich für alle Fälle einen Passierschein von irgendeinem Abgeordneten geben lassen. Doch damit hatte er Pech. Offensichtlich befinden sich die Abgeordneten noch in den Ferien oder was wahrscheinlicher ist, schon im Wahlkampf.
 
Vier Tage ist Neuhaus, der von Beruf Lampenmonteur ist, schon unterwegs und hat für die Nacht „überall freundliche Aufnahme gefunden“. Mit seinem Arbeitgeber hat Neuhaus gewettet, daß er, vielmehr sein Pferd Karina, ein westfälischer Kaltblüter, die Kutsche seines Großvaters, ohne Bruch nach Aachen bringt. Übrigens ist Neuhaus der festen Überzeugung, dass es sich auch noch im Jahre 2000 in seiner Kutsche fahren läßt.

 

Quelle: Düsseldorf 20.08.80

Mit Pferd und Wagen

Kreuz und quer durch NRW

 

 

 

 

 

Ew. Düsseldorf 20.08. Lampenmonteur Franz Josef Neuhaus (23) wollte es einfach nicht auf sich sitzen lassen. „Spätestens in Aachen fallen die Reifen ab“, hatte sein Chef prophezeit.
„Meine Kutsche läuft aber noch immer“, lachte der Handwerker gestern vor dem Düsseldorfer

 

Landtag. Vierzehn Tage ist der Junggeselle schon mit Stute Karina (10) kreuz und quer durch Nordrhein-Westfalen gereist. In Arnsberg (Sauerland) ging es los. Weitere Stationen: Wuppertal, Bonn, Aachen, Köln. Im Reisegepäck ein halber Zentner Hafer, Reparaturwerkzeug und Decken. Auf Bauerhöfen übernachten beide.

 

Bei seiner Rückkehr (Ende August) bekommt Neuhaus von seinem Chef die Reisekosten ersetzt. 1000 Mark. Der Monteur hat ja die Wette gewonnen.

 Nächstes Jahr will er wieder mit der Kutsche durch das Land ziehen: „Vielleicht findet sich noch eine zweibeinige Karina, die mit will ...“